Wenn es alleine nicht mehr geht: Ein Fall aus der Praxis
Oft verändert sich die Situation nicht von einem Tag auf den anderen. Kleine Dinge werden schwieriger, Angehörige übernehmen immer mehr – bis irgendwann klar wird: So geht es auf Dauer nicht weiter.
Ein Beispiel aus unserer Betreuungspraxis zeigt, wie wichtig es sein kann, rechtzeitig Unterstützung zu organisieren.
„Wir wollten es eigentlich noch alleine schaffen“
Es begann zunächst mit kleinen Hilfestellungen. Die Familie erledigte Einkäufe, kümmerte sich um Arzttermine und schaute regelmäßig vorbei.
Mit der Zeit wurde jedoch immer mehr Unterstützung notwendig. Mahlzeiten wurden vergessen, der Haushalt wurde schwieriger und auch beim täglichen Ablauf entstand zunehmend Unsicherheit.
Die Angehörigen versuchten lange, die Betreuung innerhalb der Familie zu organisieren. Beruf, eigene Familie und die zunehmende Verantwortung machten das jedoch immer schwieriger.
Gemeinsam eine Lösung finden
Nach einem persönlichen Gespräch wurde der tatsächliche Betreuungsbedarf gemeinsam besprochen.
Schließlich konnte eine passende selbstständige Betreuungskraft vermittelt werden. Sie unterstützt heute im Alltag, hilft im Haushalt, begleitet bei täglichen Aktivitäten und sorgt für eine verlässliche Struktur.
Für die Angehörigen bedeutet das vor allem eines: Sie können wieder Angehörige sein – und müssen nicht jede Aufgabe selbst übernehmen.
Unser Tipp für Angehörige
Warten Sie nicht unbedingt, bis eine Betreuung dringend notwendig wird.
Achten Sie frühzeitig darauf, ob:
- alltägliche Aufgaben zunehmend schwerfallen,
- Mahlzeiten oder Termine vergessen werden,
- Unsicherheit beim Alleinsein entsteht,
- Angehörige immer mehr Aufgaben übernehmen müssen,
- die Betreuung körperlich oder emotional belastend wird.
Ein erstes Beratungsgespräch verpflichtet zu nichts. Es kann aber helfen, Möglichkeiten zu kennen, bevor aus Unterstützung eine akute Notwendigkeit wird.
Sie erkennen Ihre eigene Situation wieder?
Wir nehmen uns Zeit, Ihre persönliche Situation zu besprechen und gemeinsam zu überlegen, welche Unterstützung sinnvoll sein kann.


